1. Korinther 10,23-24
„Ach, ihr Christen mit euren Regeln, mit der einengenden Moral; damit will ich nichts zu tun haben. Bleib mir doch weg mit deinem Gott.“ höre ich manchen Zeitgenossen, noch bevor wir auf Gott zu sprechen kommen.
Dass solch ein Bild der Christen in der Gesellschaft existiert: „Die Frommen dürfen ja nichts und haben auch keinen Spaß am Leben.“ hat wohl eher mit einem Eindruck zu tun, der von strengen Gemeinschaften herrührt. Gottes und damit Jesu Wille sieht anders aus.
Paulus bringt es im 1. Korintherbrief auf den Punkt: „Alles ist erlaubt.“ - Dass Jesus durch seinen Tod am Kreuz von Sünde und aller Last der Schuld und des Gewissens befreit, ist das A und O der Vergebung. In der besonderen Situation der Gemeinde in Korinth bezieht sich Paulus auf den christlichen Gottesdienst in der Gemeinde, der sich in mancherlei Freiheit unterscheidet vom jüdischen Gottesdienst. Das lässt sich dann weiter denken in alle Lebensbereiche hinein.
Jo, das klingt doch gut. Wozu braucht‘s denn da noch moralische Bedenken oder Einschränkungen, wenn alles erlaubt ist?
Naja, wenn mein Tun nur mit mir selbst zu tun hätte, wäre damit alles gesagt. Doch ich bin nun mal nicht allein auf der Welt und hänge in jeder Lebenssituation immer mit anderen Menschen zusammen: Partnern, Eltern, Kindern, Familie, Kollegen, Freunden,…
Immer nur die eigenen Bedürfnisse im Blick zu haben und nur zu tun, was mir nützt, wird jede Gemeinschaft - ob im familiären Rahmen oder in der Gemeinde - belasten.
Jedoch wertschätzende und von Liebe geprägte Einstellung und Handlungsweisen den Mitmenschen gegenüber spiegeln die Liebe und Vergebung Gottes wieder.
Wenn ich mich dazu nicht verbiegen muss, sondern durch Gottes Liebe dazu befähigt bin, wird jede Gemeinschaft blühen.
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